Der italienische Junge – Teil 3

Juni 27, 2017

Der Schlangenstein und eine Änderung der Duschordnung

Die blauen Gondeln der Madrisa-Bahn bringen uns auf fast zweitausend Meter Höhe. Über wild verkrustete Karstlandschaften geht es weiter bergaufwärts, vorbei am dunklen Gestein des Madrisahorns. Luca stapft vor, Kevin und Matthias hinter mir. Trotz der atemberaubenden Aussicht vom Rätschenhorn liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Fahrig halte ich die Karte in den Händen.
„Abstieg über die Gafierplatten ins Gafiental?“
Luca nickt gedankenverloren und stopft sich eine Handvoll gesalzener Erdnüsse in den Mund. Ungeniert kauend fallen Reste auf seine Kniebundhose, die seine festen Oberschenkel umspannen. Die beiden anderen Jungs stimmen begeistert zu, denn wir sehen das Schneefeld vor uns liegen.

Abstieg über das ausgedehnte Schneefeld der Gafierplatten. Die Sonne blendet in den Augen. Das näher kommende, grüne Gafiental kommt uns paradiesisch vor. Noch eine halbe Stunde über einen Fahrweg, dann öffnet sich vor unseren Augen ein atemberaubendes Bild. Ein vorgeschichtlicher Bergsturz hatte einen ungeheuren Felsbrocken hinunter ins Tal geschafft, den Schlangenstein.

„Der heilige Antonius soll dorthinein alle Schlangen des Tales gebannt haben. Deshalb gibt es bis heute in dieser Gegend keine Schlangen“, lese ich Luca aus dem Bergführer vor. Er nickt und starrt auf den mächtigen Felsbrocken am anderen Ufer des Gafierbaches.

Wie magisch angezogen stapfen wir drei ohne Schuhe und Strümpfe in Unterhosen durch das kalte Wasser des Bachs und finden endlich am anderen Ufer ein durch Kieferngebüsch gut gedecktes Plätzchen an Fuße des Felsens. Matthias und Kevin ziehen ihr Hemd aus. Nur in ihren Unterhosen tollen sie im eiskalten Wasser des Baches und bespritzen sich gegenseitig. Luca bleibt bei mir.

Eine kleine, abschüssige Wiese mit seltenen Alpenkräutern lädt uns geradezu dazu ein, uns niederzulassen. Die Kniebundhosen, Strümpfe und Schuhe liegen neben uns. Auch wir ziehen unsere Hemden aus, denn die Sonne ist warm. Lucas Boxershorts scheinen eine kleine Beule zu zeigen. Ich recke mich in der Nachmittagssonne.
„Das ist doch mal ein cooler Platz“, sagt der Junge.

Luca ist ganz nah an mich gerutscht.
„Ja, wunderschön“, brumme ich mit halb geschlossenen Augen.
Sein Kopf liegt auf meiner Brust, meine Hand auf der nackten Haut seines flachen Bauchs. Lucas süßer Atem wärmt meinen rechten Nippel. Ich fühle, wie sein Bauch sich mit seinem Atmen hebt und senkt. Sein Duft benebelt meine Sinne. Lucas weiche Hand legt sich auf meinen Oberschenkel und streicht durch die Behaarung nach oben. Auch meine Hand rutscht nach oben. Sie überquert seine Brust, streicht über einen seiner spitz gewordenen Nippel und streichelt dann seine Schultern.

Es ist schön hier, es ist herrlich und einzigartig. Dazu neben mir noch der bezaubernde Luca.
„So muss man leben“, flüstert er mir ins Ohr und legte seinen dunklen Schopf höher an meine Schulter.
„Du hast recht“, hauche ich zurück. „Da liegen, wo es einem wirklich gefällt. Mit jemandem zusammen sein, den man total mag…“

Ich zucke zuerst zusammen, als Lucas Finger spielerisch um meine rechte Brustwarze kreisen. Sie wird hart und hebt sich noch mehr. Dann genieße ich es, revanchiere mich und streichle seinen linken Nippel. Wir schweigen und lauschen den Geräuschen von Kevin und Matthias am Bach. Sie haben wohl ein Steinhuhn aufgescheucht, das mit einem burrenden Fluggeräusch hangabwärts flattert. Es ruft dabei ein empörtes, schrilles ‚pitschi‘, dem sich ein lang gezogenes ‚witu‘ anschließt.

Luca lacht darüber. Ich fühle die Erschütterung an meiner Brust. Irgendwie ist jetzt der Bann, die erotische Spannung zwischen uns, gebrochen. Wir ziehen uns an und rufen Kevin und Matthias zu uns. Aufbruch zum Ferienhaus. Abendessen. Wir sind alle etwas erschöpft. Deswegen ziehen wir uns schon gegen zehn Uhr auf unsere Zimmer zurück.

„Arno“, fragt mich Luca, während er seine Duschsachen zusammen sucht. „Bezahlen wir hier eigentlich auch den Strom oder ist der in der Miete des Hauses inbegriffen?“
Ich wundere mich, dass der Junge mich das fragt. Ich bezahle doch hier das Haus, was kümmert ihn da dieses Detail?
„Strom kommt extra“, brumme ich. „Die Wirtin verlangt einen Franken pro Kilowattstunde.“

Luca steht nur noch in seiner Unterhose vor mir. Das Handtuch und die Flasche Duschbad liegt auf seinem Bett.
„Einen Franken?!“ sagt er empört. „Das ist ja fast Wucher.“
„Okay, aber dafür ist das Haus sehr günstig“, beruhige ich ihn, aber nun stapft Luca um das Bett und setzt sich auf meinen Schoß. Ohne Vorwarnung. ganz einfach so. Teufel auch!
„Ich habe nachgeschaut. Das Duschwasser wird mit einem elektrischen Durchlauferhitzer gemacht. Der hat zwanzigtausend Watt! Wenn jeder von uns vier nur eine Viertelstunde duscht, verbraten wir zwanzig Franken.“

Ich lege meinen Arm um den Oberkörper des empörten Jungen, der plötzlich gut rechnen kann.
„Ja, stimmt, aber ohne Duschen fühle ich mich nicht wohl. Also können wir da nicht sparen.“
Luca dreht den Kopf und sieht mich an. In seinen Augen flackert ein aufgeregtes Feuer.
„Doch, das geht! Die Duschkabine ist recht groß. Wir können zusammen duschen. Ersparnis: fünfzig Prozent.“
Ich nicke. Prozentrechnung kann er also auch noch.

Luca rutscht von meinem Schoß und steht vor mir. Meine Augen wandern an ihm herunter. In seinen Boxershorts ist eine unmissverständliche Beule. Ich sehe wieder in sein Gesicht. Vor meinem geistigen Auge sehe ich uns zwei unter der Dusche, nackt wie Gott uns geschaffen hat. Luca nimmt mein Nicken wohl als Zustimmung. Er dreht sich herum, geht ums Bett und nimmt sein Handtuch und das Duschbad auf.
„Ich mach‘ mich mal fertig…duschen…kommst du, Arno?“

Dieser Spitzbube! Blitzartig stehe ich auf meinen Beinen. Luca kichert, als ich ihn mit unglaublich starken Armen aufnehme, ich, der Große den Kleinen, ihn mit mir nehme. Ich liebe es in diesem Moment, den jungen Mann wie einen kleinen Jungen zu tragen. Die Art, wie an sich an mich schmiegt, ist gleichzeitig süß und sexy und lässt ihn sich liebesbedürftig anfühlen. Alle Bedenken sind verflogen. Alles scheint in diesem Moment perfekt. Erregt und geladen mit heimlichem Verlangen sind wir wie geschaffen für eine schmusige und herrlich freizügige Dusche.

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