Die Frau an seiner Seite. Teil 2.

Juni 27, 2017

Manches Mal geschehen ja die verrücktesten Dinge. Da hört man etwas von Leuten und denkt, naja, das ist eben eine einmalige Sache, von denen hört man nie wieder etwas. Doch dann laufen gerade diese Leute einem über den Weg. Ich weiß gar nicht wie ich damit anfangen soll. Denn das Geschehene, besser gesagt, der Ursprung dessen liegt ja Jahre weit zurück. Eigentlich sind es ja zwei Geschichten, die aber doch zusammen gehören.

Also, ich versuch es mal. Da sitz ich mit unserem Filius, ihr erinnert euch vielleicht, wir haben ja einen Sohn, in, besser gesagt draußen vor einem Cafe. Ja, es ist der, den wir damals zur Pflege aufgenommen haben. Ach, der ist doch unser ganzer Stolz. Also, wir sitzen nun da bei einem Tässchen Kaffee. Ja, wir waren bummeln, und der Bub hat schön meine Sachen getragen. Die sind nun im Auto, im Parkhaus. Eine Belohnung muss doch auch sein. Ach, ihr wisst ja gar nicht, wie schön das ist, nach einem ausgedehnten Bummel sich dann da wo hin zu setzen und dem Treiben der anderen zuzusehen.

Da steuert doch ein Herr im gesetzten Alter mit einer etwa jüngeren Dame auf uns zu. Und so wie es scheint, kennt die Dame unseren Jungen. Doch der stottert nur verwirrt etwas vor sich hin. Doch die Dame hilft ihm dann auf die Sprünge.

„Also, so was, ich hab dir doch von dem Herrn und der Frau an seiner Seite erzählt. Hast du wohl vergessen. Das ist also, wenn ich nicht irre, deine Mutter. Kompliment, sie können stolz auf ihren Sohn sein. Der ist wirklich ein Gentleman. Der weiß sich wirklich zu benehmen.“

Langsam dämmert‘s bei mir. Liegt schon etwas zurück, die Geschichte.

„Und, haben sie es veröffentlicht? Er hat mir nämlich gesagt, dass sie da solche Geschichten schreiben. Ich hab da viel gesucht, aber nur eine Geschichte gefunden, die da ganz vage da dran erinnert. Nur dieser eine Satz mit der Mutter im Krankenhaus lässt mich vermuten dass wir gemeint sind.“
„Da freut es mich umso mehr, dass ich sie auch mal so kennenlernen darf. Wie ist es denn dann bei ihnen weiter gegangen?“
„Ach, wissen sie was, wir fahren alle zu uns heim. Dort können wir dann in Ruhe mit einander reden.“

Gesagt, getan, Da sitzen wir nun bei ihnen auf der Terrasse und werden von einem Mädchen bedient, das zwar ihre Tochter sein könnte, doch bestimmt nicht er der Vater. Der dürfte eher der Opa sein. Wie man sich doch täuschen kann. Die Dame, nennen wir sie ruhig weiter Gabi hat dann auch die ganze Familie vorgestellt. Natürlich ist der vornehme Herr der Vater von dem Mädchen.

Ja, der Anton ist da nochmal Vater geworden. Übrigens, Maria heißt das Mädchen. Und dann ist da auch noch ein Junge, der Bernd. Und so, wie die Gabi den erwähnt, scheint der ihr ganzer Stolz zu sein. Mütter eben. Die Maria wollte erst sich nicht dazu setzen, aber die Mutter ist der Meinung, dass das, was da geredet wird, sie auch angeht. Schließlich ist sie ja ein Teil, ein Produkt der Geschehnisse.

„Also, das war damals so:
Der Papa und ich, wir waren da beide sehr glücklich. Und ja, wir wollten da auch Kinder mit einander haben. Nicht adoptieren oder sonst wie welche in Pflege nehmen. Ja, ich weiß wie sie es vermissen eigene zu haben. Alle Achtung, wie sie das da erleben. Ja, der Papa hat mir dann auch gleich zwei Kinder geschenkt. Ja, der hat sie mir geschenkt, und ich ihm. Zwei Jahre haben wir darauf gewartet, doch dann war ich in guter Hoffnung, wie man doch so schön sagt.

Und als die Ärztin dann auch noch sagte, dass es Zwillinge sind, da war unser Glück vollkommen. Und weil wir ja auch keine Geheimnisse vor einander hatten und auch heute noch nicht haben, da haben wir es auch mit den Kindern so gehalten. Die haben ihre Erfahrungen mit uns in jeder Beziehung gemacht. Wir haben sie spüren lassen dass wir uns und auch sie lieben. Und das in jeder Beziehung. Oder fehlt es euch an irgendetwas?

„Also, das kann ich sagen, wenn mich irgendetwas drückt, dann kann ich sowohl zur Mama als auch zum Papa gehen. Egal, was mich drückt.“
„Aber, da gibt es doch bestimmt Sachen die man doch ganz gern mit der Mutter bespricht, als mit dem Papa.“
„Nein, da machen wir keinen Unterschied. Wir reden gemeinsam über alles. Ich nehme an, du meinst z.B. dass ich immer mal unpässlich bin. Das ist eine ganz normale Sache, für die der Papa genau so Verständnis hat, wie die Mama. Die zwei sagen immer, dass je natürlicher wir mit etwas umgehen, umso leichter fällt es uns, dann auch mit einander darüber zu reden.“

„Na, da bin ich aber nun mal gespannt. Wie ist das, wenn es dir danach ist, dich zu befriedigen. Ich meine so richtig an deinem Schlitz herum zu spielen?“
„Was soll denn da schon sein, dann mach ich das einfach. Und wenn der Papa das sieht, dann sieht der es einfach. Der hat mir doch gezeigt, wie das geht. Doch beim Selbermachen bleibt es ja erst gar nicht. Stimmt’s Papa. Du küsst mich doch dann so gern da dran.“

„Und was sagst du, wenn du das dann siehst?“
„Machen sie sich da mal keine Sorgen. Wenn wir nur zu dritt sind, dann muss der Papa uns eben alleine zufrieden stellen.“
„Na, du willst doch nicht sagen, dass dein Bruder auch deine Mutter beglückt? Und so nebenbei dich auch?“
„Ja, das Lieben und das Lieben gehört nun mal bei uns zusammen. Und was kann der Bernd doch so arg lieb sein, wie der Papa auch.“

„Und seit wann macht ihr das so, Gabi? Ich meine, wie alt waren die zwei denn?
„Sagen wir einmal so, sie dürfen dies in ihren Geschichten nicht erwähnen. Ich kann es ihnen aber trotzdem sagen sie . . . . . . !“

Ach, immer diese Nebengeräusche. Hab ich doch wieder nichts verstanden. Doch nun meldet sich der Anton zu Wort.

„Damit die beiden nicht ungleich behandelt wurden, haben wir gewartet, bis sie etwas mehr wie zwölf gewesen sind. Ja, wir haben da ein richtiges Fest daraus gemacht. Na Maria, was war jetzt mehr, wie ich in dich eingedrungen bin, oder das Nachher?“
„Ach Papa, das Eindringen hat ja doch schon ganz schön weh getan. Aber das Nachher, wie du das sagst, das war wirklich himmlisch. Und Mama, wie war das mit dem Bernd dann?“

„Maria, das kann ich dir gar nicht beschreiben, so schön war das. So ähnlich als dein Papa mich das erste Mal beglückt hatte.“

„Wisst ihr, dass ihr mir so ganz ohne zu zögern eure Geschichte erzählt habt. Doch nun will ich noch eines wissen. Wenn jetzt kein Besuch so wie wir zwei anwesend ist. Wie haltet ihr das dann? Seit ihr dann alle nackt, oder seid ihr da ganz normal bekleidet?“
„Also, das kommt drauf an. Wenn wir wissen, dass kein Besuch erwartet wird, dann sind wir auch so ganz ohne. Und das schon nach dem Aufstehen. Aus dem Bett heraus und so bleiben, das ist doch etwas Herrliches. Ansonsten sind wir dem Anlass nach auch bekleidet.“
„Wenn es euch recht ist, dann verlassen wir euch nun wieder.“

Ja, da sind wir, unser Junge und ich wieder von dannen gezogen. Hat mich richtig gefreut, diese Familie kennen lernen zu dürfen. Weitere Besuche sind nicht geplant.

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