Manche haben es nicht leicht. Teil 3.

Juni 27, 2017

Nun ja, als Außenstehender hat man es immer leicht so einfach ein Urteil abzugeben. Doch wie müssen sich dann die Hauptbeteiligten fühlen. Die Ute versucht erst einmal ‚Gut Wetter‘ mit einem sehr guten Abendessen zu machen. Das ist auch dem Hans gleich aufgefallen. Doch er sagt nichts. Er wartet bis die Ute etwas sagt. Doch die schweigt sich erst einmal aus. Und dann, im Schlafzimmer, Da ist sie erst mal ganz lieb und zärtlich zu ihrem Hans. Was soll er machen? So hatte er seinen Schatz schon lang nicht mehr erlebt. Und wenn er sich richtig erinnert, dann war es damals, als sie ihm sagte dass sie ein Kind erwartet.

Ja. Die zwei lieben sich. Man kann es bis oben hören. Dabei haben sie eine Ausdauer, die Kinder wundern sich. Doch dann scheint endlich Ruhe einzukehren. Doch nun will der Hans es aber wissen.

„Sag mal, was ist mit dir los? Ist wieder etwas unterwegs? So warst du schon lang nicht mehr. Hat mir aber gefallen, danke, war sehr lieb.“
„Hans, ich muss dir etwas beichten. Ich bin BI. Um es genauer zu sagen das ist im Urlaub passiert. Was soll ich nur machen?“
„Jetzt erst einmal langsam. Du willst mir doch nicht sagen dass du außer mir auch noch eine Frau liebst? Das geht doch nicht. Man kann doch nicht zwei auf einmal lieben.“
„Doch, es ist so. Und die Frau ist auch noch ganz in unserer Nähe. Und auch sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.“
„Noch schlimmer kann‘s wohl nicht mehr kommen. Und was sagt ihre Familie dazu?“

„Das ist es ja gerade, die sind erst mal aus allen Wolken gefallen. Das heißt, ihre Kinder. Was machen wir nun. Du weißt doch immer eine Lösung.“
„Nun sag mir mal ganz ehrlich ob du mich noch so liebst wie früher?“
„Ach Schatz, ich hab dich immer noch so lieb wie vorher. Nur dass ich eben auch die Käthe lieb hab. Und ich will dich auch nicht verlieren.“
„Gut, ich glaub dir. Aber was machen wir mit den Kindern. Wir müssen es ihnen sagen. Und das je eher als dass wir noch warten.“

Sie haben da noch sehr lange mit einander geredet und dabei haben sie sich immer wieder ihre Liebe eingestanden. Sie wollen es mit einander durchstehen. Doch dann am anderen Morgen. Sie sitzen beim Frühstück.

„Mama, ihr wart die Nacht richtig laut. Müssen wir uns Sorgen machen?“
„Eigentlich nicht. Eure Eltern haben sich wirklich sehr lieb. Von daher ist alles in Ordnung.“
„Papa, ich kenn dich, da ist doch ein aber. Was ist los mit euch?“
„Naja, eure Mutter hat eine Freundin. Und wir möchten dass ihr das akzeptiert. Bei uns ändert sich aber nichts.“
„Ach ja, die Mama ist doch nicht BI? Na da kann ich auch endlich sagen dass ich meine Schwester liebe.“

Da ist nun wieder die Tanja erstaunt. Ihr Bruder hat es auf sie abgesehen. Daher auch diese große Sorge um sie. Doch auch der Hans wundert sich nun nicht mehr. Auch ihm ist es aufgefallen, dass der Peter sich um seine Schwester so arg bemüht.

„Na, da haben wir doch gleich zwei Überraschungen, mit denen wir fertig werden müssen. Tanja, was ist mit dir? Hast du auch den Peter so lieb wie der dich? Komm, sag schon, das bekommen wir dann auch noch hin.“

Da schaut die Tanja ihre Mutter an. Soll sie es zugeben? Soll sie es von sich weisen und immer damit abquälen. Jetzt wäre so ein Moment, um klar Schiff zu machen. Ist es doch ein Aufwasch. Mit viel Mut sag sie dann:

„Mama, nicht nur den Peter, auch den Papa. Aber ich will ihn dir doch nicht weg nehmen. Ich mag sie beide. Und es ist doch so schön, euch beide zu haben.“
„Kinder, Kinder, ihr wisst aber, dass ihr da doch noch etwas zu jung dafür seid. Und das mit mir, das darf erst recht nicht sein. Seit ihr euch darüber im klaren?“
„Papa, das mit dem Gesetz, das ist mir piep egal. Wichtig ist mir nur, was ihr dazu sagt. Ich hab euch beide lieb und ich will euch beide haben. Mama, bitte sag ja, der Papa soll mich auch lieben.“

Sie drückt ihre Mutter an sich um ihr zu zeigen dass sie es wirklich ernst meint. Und auch die Ute kann es ihr nachfühlen. Liebt sie ja auch ihren Mann und diese Frau. Und so, wie es scheint, macht es den anderen weniger Sorge was die anderen sagen als wie sie es verkraften. Doch dann kommt eine Frage die sie sich so noch nicht gestellt hat.

„Mama, was ist aber wenn ich euch dabei sehe wie ihr euch gerade so richtig liebt. Ich meine, das ist doch etwas anderes als wenn du mit dem Papa zusammen bist.“
„Dann gehst du ganz brav wieder weg. Das macht man doch nicht bei anderen spannen.“
„Aber mit dem Papa hat es Spaß gemacht. Wie du ihn da als so liebevoll seinen Fiffi geküsst hast. Und der Papa hat dich auch so lieb gestreichelt und da unten geküsst.“

„Das muss ich auch sage, dass man das nicht macht. Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich da wegsehen könnte wenn ich euch zwei so sehen werde. Es hat schon etwas an sich für mich als Mann, zwei Frauen so zu sehen. Aber über Einzelheiten wollen wir uns jetzt nicht streiten. Wichtig ist doch, dass wir uns einander so akzeptieren wie wir sind. Und das mit der anderen Familie, das bekommen wir auch noch hin.“
Somit ist der Familienfriede gewahrt. Alle sind erst einmal zufrieden. Nur eines ist ihnen noch unklar. Bisher hatten sie keine Sorge sich nackt zu begegnen. Auch nicht, wenn jemand mal erregt war. Doch nun ist das ja etwas anderes. Kann der Vater nun noch, auch ohne anzüglich zu sein, seiner Tochter nackt, und auch noch erregt begegnen. Die nächsten Tage werden es zeigen.

Da kommt doch der Jörg den Peter zu besuchen. Im Garten liegt die Tanja und sonnt sich. Eine Gelegenheit für den Jörg, ein Auge auf sie zu riskieren. Der Peter weiß, dass sie ihm gefällt.

„Tanja, wir haben Besuch, zieh dir doch etwas über.“
„Ach, es ist doch nur der Jörg. Das ist doch so als ob nur mein Bruder da ist.“
„Jaja, von wegen Bruder. Besuch ist Besuch.“
„Ach las doch die Tanja, sie ist doch ein schönes Mädchen. Und warum soll sie das nicht auch noch zeigen. Solang sie sich nicht gerade ordinär zeigt, da ist das schon in Ordnung.“
„Siehst du Peter, der Jörg hat auch Augen und Verständnis für mich. Danke Jörg, ist lieb von dir.“

Hallo aber, was ist denn da wieder los?
Da ist aber gewaltig was im Busch.

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