Schwules Internat 05-12

Juni 27, 2017

Es war meine Cousine mit ihrem Mann und den Töchtern. „Wir hatten seit gestern keine Ruhe mehr, seit wir der Sache mit dem Jungen zugestimmt hatten. Heute Morgen sind wir Frauen dem Paul so auf die Nerven gegangen, dass er sich kurzentschlossen frei genommen hat und mit uns losgefahren ist. Da sind wir jetzt und hätte gerne unseren neuen Sohn kennengelernt.“
Lakis kam gerade aus der Hütte ich winkte ihn zu uns und sagte „das ist Lakis.“
Meine Cousine stand auf ging auf Lakis zu und nahm ihn in die Arme und drückte ihn. Hielt ihn dann ein wenig weg und meinte „hübscher Junge und so schmerzlos!“
Lakis wusste gar nicht wie ihm geschah, bis ich ihm sagte, das ist Deine neue Familie.“
Als dann noch der Rest der Familie zu ihm kam und ihn knuddelte, auch die Mädchen, obwohl sie wussten dass er schwul ist, war es mit seiner Beherrschung vorbei und er fing an zu heulen wie ein Schlosshund.
„Warum weinst Du jetzt?“ wollte ich wissen.
„Es ist so schön eine Familie zu haben, die mich mag und nicht dauernd an mir rumnörgelt. Ich weine vor Freude.“
Ich zeigte meiner Cousine und Paul die neue Anlage. Sie waren begeistert und Paul meinte „ich erkenne die Bucht nicht wieder. Als ich das letzte Mal hier war, standen hier ein paar mehr oder weniger marode Bruchbuden und jetzt, alles vom Feinsten sogar mit Heizung für die Wintermonate. Da kann man richtig neidisch werden.“
„Ihr könnt ja hier Urlaub machen, wenn ihr Zeit habt.“
„Ich glaube eher nicht, vor allem nicht mit den Töchtern. Denn wenn hier demnächst lauter nackte oder halbnackte Jungs rumlaufen, kommen die noch auf dumme Gedanken“ sinnierte Paul.
Wir gingen zurück zum Haus. Dort saß Lakis zusammen mit Luca und die beiden unterhielten sich.
Paul übergab mir einen Umschlag mit Papieren, die ich noch brauchte um Lakis in der Schule anmelden zu können und sagte „wir müssen leider zurück, ich muss heute Nachmittag die verschobenen Termine abarbeiten.
Beim Verabschieden fragte meine Cousine noch „wann fliegst Du nach Deutschland, ich würde gerne mitfliegen. Zu Weihnachten möchte ich Michael besuchen und ihn in den Ferien mit zu meinen Eltern nehmen.“
„Ich ruf Dich an wenn ich den Termin genau weis. Ach und noch was. Du arbeitest doch zeitweise im Krankenhaus, gibt es bei Euch ausgemusterte Geräte, die ich erwerben kann. Ich hätte gerne ein Ultraschallgerät für meine Krankenstation und noch ein paar andere Dinge. Frag bitte mal für mich nach.“
Danach war für mich Ruhe und ich arbeitete einige Papiere durch, damit die Obstlieferung ordentlich ausgeliefert werden konnte.
Viel früher als normal kam Ilias aus der Schule nachhause. Bei ihm war ein Mann, Yanis, der sich als Lehrer von Ilias vorstellte.
Ich bekam einen Schrecken „Ist was passiert?“
„Es ist nichts passiert aber ich wurde heute Morgen vom Ministerium angerufen und gefragt ob ich mit vorstellen könne in diesem besonderen Camp zeitweise als Lehrer zu arbeiten.“
„Oh prima, da haben die aber schnell reagiert“ war meine Meinung.
Ich zeigte Yanis die Anlage und er war begeistert und hatte auch schnell einen Raum gefunden, den er als Klassenraum herrichten könnte.
„Nach allem was ich gesehen habe möchte ich gerne hier aushelfen und gegen gleichgeschlechtliche Liebe habe ich nichts“ sagte er.
„Da hätte ich gleich eine Frage. Seit gestern habe ich einen jungen Mann hier, den ich aus den Fängen des Vaters gerettet habe. Ich hätte gerne, dass Sie ihn mal testen, in welche Klasse Sie ihn bei sich in der Schule einstufen können.“
„Ich habe Zeit, sagte Yanis „von mir aus kann ich ihn noch heute testen, ich muss nur noch meine Familie benachrichtigen, dass ich später komme.“
Während er telefonierte rief ich Lakis zu mir und erklärte ihn die Lage.
„Klasse rief er aus, dann kann ich bestimmt bald wieder in den Unterricht gehen“ freute sich Lakis.
Yanis kam zurück und begrüßte Lakis „wenn Du willst kann ich dich gleich prüfen, bist Du dazu bereit?“
„Immer, ich will so schnell wie möglich wieder in die Schule gehen“ sagte Lakis „ich hole mir nur schnell was zu schreiben.“
Die beiden gingen zu dem von Yanis auserkorenen Klassenraum.
Inzwischen war auch Luca zurück und verkündete „die Lieferung fürs Internat ist zusammengestellt, die kann ich Morgen zum Flughafen bringen.“
„Danke“ sagte ich „hat ja prima geklappt und aus den nicht so guten Früchten, die noch an den Bäumen sind können wir ja Saft pressen und in Flaschen abfüllen.“
Nach ungefähr 1,5 Stunden kam Lakis und Yanis zurück. Lakis strahlte und auch Yanis wirkte fröhlich.
„Mein Ergebnis des Tests ist sehr positiv“ erzählte Yanis „ich kann Lakis mit gutem Gewissen in die Klasse von Ilias aufnehmen und in Sprachen ist er sogar mir voraus. Ich würde Vorschlagen, dass Lakis erst nach den Weihnachtsferien, also Ende Januar zu uns kommt. Bis dahin kann er sich ja mit Ilias austauschen.“
„Und wie sieht es aus, wollen Sie hier denn Unterricht geben, wenn es nötig sein sollte?“ wollte ich wissen.
„Ja, ich bin mir sicher, dass es Sinn macht“ stimmte Yanis zu.
„Gut dann machen wir es so. Ich werde in den nächsten Tagen für einige Zeit nach Deutschland zurückkehren und Lakis, wenn er will, mitnehmen. Ich hoffe, dass in dieser Zeit nichts Gravierendes geschieht.“

Fortsetzung folgt
Wie immer, Anregungen und Kommentare sind erwünscht.

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