Schwules Internat 06-11

Juli 17, 2017

Der dunkelhäutige Küchenhelfer lag mit den Händen an die Heizung gefesselt, mit blutigem Kopf auf dem Boden. Davor lag Tim in einer größer werdenden Blutlache und Markus kniete über Tim und versuchte eine Blutung an Tims linker Seite zu stoppen. In den Betten lagen zwei Körper die im Brustbereich stark bluteten.
„Was ist hier los?“ war meine sicherlich unnötige Frage und ich wollte zu den blutenden Gestalten im Bett gehen.
„Da brauchte nicht mehr hin, komm lieber zu mir. Tim ist schwer verletzt und blutet stark, der Mistkerl da drüben hat ihn mit einem Messer niedergestochen“ schrie Markus.
Mit ein paar Schritten war ich bei Tim und sah die Wunde, die Markus versuchte mit seinem T-Shirt, was er ausgezogen hatte, zu schließen. Ich besah mir die Wunde und stellte fest, dass sie zwar stark blutete aber an keiner lebensgefährlichen Stelle war.
Aus einem Schränkchen, das im jedem Zimmer gleich bestückt war, holte ich Verbandszeug und sagte zu Markus „lauf schnell in meine Wohnung und hol bitte meine große Sanitätstasche, Du weist ja wie sie aussieht und von unterwegs rufst Du die Polizei und den Krankenwagen, ich kümmere mich so lange um Tim. Was ist mit den beiden im Bett?“
„Die kannste vergessen, das sind nur präparierte Puppen“ rief Markus mir zu, sprang auf zückte sein Handy und verließ schnellen Schrittes und telefonierend das Zimmer.
Ich kümmerte mich um Tim, der Gott sei Dank bei Bewusstsein war und vor Schmerzen stöhnte.
„Ganz ruhig“ sagte ich leise „der Stich ist nicht sehr tief und wird auch bald aufhören zu bluten und der Rettungswagen ist mit Sicherheit schon unterwegs.“
Ich versorgte notdürftig die Blutung indem ich das T-Shirt mit einem Druckverband sicherte.
Tim wollte mir viel erzählen. Ich unterbrach ihn „lass mal, erst müssen wir sehen dass Du versorgt wirst, dann wird mir Markus alles erzählen.“
Im Hintergrund schrie der Mann „wer kümmert sich um mich, ich bin am Kopf verletzt.“
„Das wird gleich die Polizei machen“ antwortete ich ihm „warum hast Du Deine Söhne erstechen wollen?“
„Das sind schwule Schweine und dann darf ich sie töten, außerdem sind es meine Kinder mit denen darf ich machen was ich will.“
„Darfst Du nicht, Du Schwachkopf. Wir leben in einem Rechtsstaat, da kann nicht jeder machen was er will.“
„Blödsinn, außerdem kann mich die Polizei mal. Wenn die mich mitnehmen wird die Mutter der Jungen auch sterben, die Schlampe hab ich nämlich in meiner Gewalt.“
Das machte mir einen riesen Schreck. Inzwischen war Markus mit meiner Tasche zurück und ich versorgte Tims Wunde fachgerecht. In der Ferne hörte ich reichlich Sirenengeheul und bald sah ich durch das Fenster jede Menge Blaulicht. Dann kam eine Flut von Leuten ins Zimmer gestürmt. Etliche Sanitäter und Polizisten kamen herein. Die Sanitäter wollten sich zuerst um die Gestalten im Bett kümmern, aber Markus rief ihnen zu „das sind nur Puppen.“
„Waaaaaaassssss“ kam es von dem Mann an der Heizung „ich habe Puppen erstochen?“ brüllte er fassungslos und sackte in sich zusammen.
Die Polizisten grinsten leicht, nahmen ihm die provisorischen Fesseln ab und gaben ihm dafür die stählerne Acht an die Arme.
Die Sanitäter hatten sich in der Zwischenzeit um Tim gekümmert, hatten schon ein starkes Schmerzmittel gegeben und entfernten dann meinen Verband. Die Wunde hatte mittlerweile fast aufgehört zu bluten. Tim wurde mit einem neuen Verband versorgt und auf eine Trage gelegt.
„Den Jungen nehmen wir mit in Krankenhaus. Dort werden wir ihn gründlich untersuchen lassen, aber so wie es aussieht, hat er Glück gehabt. Sieht ganz nach einer Fleischwunde aus.“
Dann kümmerte er sich um die Wunde am Kopf des gefesselten Mannes. Säuberte sie etwas klebte ein Pflaster drauf und sagte zu den Polizisten „nichts weltbewegendes, den können Sie mitnehmen.
„Ich gehe nirgendwo hin, sonst stirbt die Mutter der Jungen und ich sage nur wo sie ist, wenn Sie mich gehen lassen.“
Verdutzte Gesichter.
Ich gab einem Polizisten die Tel. Nr. der Mutter mit den Worten „vielleicht können Sie raus finden zu welcher Adresse die Nummer gehört. Vielleicht hält er Kerl sie dort gefangen.“
Der Polizist ging raus zum Telefonieren und kam mit der Nachricht zurück „ein Streifenwagen ist unterwegs, möglicherweise haben wir Glück.“
Er wollte von dem Schwarzen wissen warum er das Blutbad angerichtet hat.
„Ich sage nichts“ war die knappe Antwort.
Mittlerweile waren auch zwei Mann von der Kriminalpolizei eingetroffen. Die fragten mich „was ist hier vorgefallen?“
„Wir hatten den Verdacht, dass dieser Mann dort seine beiden Söhne aus dem Internat entführen wollte, deshalb haben wir uns verabredet Wache zu halten, die beiden Jungs, Tim und Markus hatten sich bereit erklärt die ersten Stunden zu übernehmen und ich war gerade auf dem Weg sie abzulösen, als das hier passierte. Aber fragen Sie doch bitte den Markus was genau geschehen ist.“
In der Zwischenzeit hatte sich der Schlaftrakt mit Schülern gefüllt und auch Walter und Manfred waren erschienen.
„Haben wir einen Raum in dem wir ungestört mit dem Jungen reden können?“ fragte der verantwortliche Kripo-Beamte, Herr Mendel.“
Walter antwortete unverzüglich „wir können in mein Büro wechseln, da haben wir Ruhe.“
Im Büro von Walter angekommen und das Tonband der Kripo eingeschaltet war fing Markus an zu erzählen:
„Als Ich bei Tim angekommen war überlegten wir beide, wie wir es am besten anstellen könnten, den Mann aufzuhalten sollte er auftauchen. Er konnte ja nicht wissen, dass die beiden in andere Zimmer umgezogen waren, denn der Bettenplan am schwarzen Brett war noch nicht berichtigt. Wir kamen auf die Idee im alten Zimmer von Quecko und Quesy die Betten so zu präparieren, dass der Mann denkt die beiden würden schlafen. Aus Decken und Kissen bauten wir Puppen auf und legten auf die Kopfkissen, die die Köpfe darstellten, schwarzes Papier und im Brustbereich positionierten wir zwei Kondome, gefüllt mit rotem Wasser. Dann stecken wir im Hintergrund ein Nachtlicht in die Steckdose. Von der Tür aus schauten wir uns die Sache an und kamen zu der Überzeugung, dass das echt aussieht. Anschließend holte ich noch meine Digi-Kamera und positionierte sie so auf dem Schrank, dass sie das ganze Zimmer aufnehmen konnte. Zu unserem Glück besitze ich einen Funkauslöser für die Kamera.“
„Wo ist die Kamera jetzt?“ wollte Herr Mendel wissen.
„Keine Ahnung, wenn die Spurensicherung sie noch nicht gefunden hat, steht sie noch auf dem Schrank. Dürfte sich aber mittlerweile ausgeschaltet haben.“
Herr Mendel schickte den zweiten Beamten los um nach zu sehen. Tatsächlich kam er nach wenigen Minuten mit der Kamera zurück „die hat die Spusi gerade eben gefunden“ berichtete er.
„Die Aufnahmen schauen wir uns nachher genau an“ bestimmte Mendel und zu Markus „bitte berichte weiter.
„Wir gingen wieder in unser Zimmer und warteten im dunklen ob etwas passiert. Ich weis nicht wie lange es dauerte bis wir leise Geräusche hörten. Schüler konnten es nicht sein, die sind niemals so leise. Durch die halbgeschlossene Tür spähte Tim auf den Flur. Er winkte mich heran und da auch sah ich den schwarzen Kerl durch den Flur schleichen. Zielgenau hielt er auf das Zimmer zu. Da betätigte ich den Fernauslöser. Wir warteten bis der Mann durch die Tür ins Zimmer gegangen war und schlichen hinterher.“
„Das war aber sehr leichtsinnig von Euch“ sagte Mendel.

Fortsetzung folgt.
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